Bleicherode und die Alte Kanzlei
Bleicherode ist eine Kleinstadt am Südrand des Harzes. Die geographische Lage zwischen Eichsfeld, Harz und Kyffhäuser prägt seit Jahrhunderten das Gesicht der Stadt. Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklungen hinterließen deutlich sichtbare Spuren.
Die „Alte Kanzlei“ im historischen Stadtteil Hagen ist eines der bau- und kulturgeschichtlich bestimmenden Gebäude der Stadt. Die Bedeutung der gesamten, ca. 1665 erbauten, Anlage ist wesentlich von ihrem Alter und der nachgewiesenen Nutzung abgeleitet. So finden sich Dokumente die die „Alte Kanzlei“ als Sitz des Stadtschultheißen und der gräflichen Verwaltung bezeugen. Besondere Bedeutung erhält das Gebäude jedoch durch die Nutzung von zwei Räumen als jüdische Synagoge in der Zeit von 1725 bis 1892. Vor diesem historischen Hintergrund entstand eine von Dr. Dirk Schmidt erarbeitete Dokumentation zur Geschichte der jüdischen Gemeinde von Bleicherode, die nunmehr als Dauerausstellung in der Kanzlei öffentlich zugänglich ist.
Nach mehr als zehnjährigem Wirken ist es dem Förderverein und insbesondere Dr. D. Schmidt zu verdanken, dass das Gebäude vor dem Verfall gerettet wurde und seit dem 24. April 2007 der Bevölkerung und allen Interessenten zur Nutzung wieder offen steht. Am 16. Juni 2008 wurde die "Alte Kanzlei" und mit ihr der Förderverein mit dem Thüringer Denkmalpreis geehrt.
Auch die Stadtbücherei und die Kreismusikschule haben in der Kanzlei Platz gefunden.
Aktuell:
Der dritte Kanzleiadvent findet traditionsgemäß am
Sonntag, dem 27. November 2011
von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr





